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Digitaler Produktpass für Textilien: EU ESPR-Anforderungen für Modehändler

Textilien sind eine der ersten Produktkategorien, für die der Digitale Produktpass verpflichtend wird. Diese Anleitung zeigt, welche Daten Modehändler in ihrem DPP angeben müssen.

9. März 20258 min read

Digitaler Produktpass für Textilien und Mode

Die Textilindustrie gehört zu den umweltintensivsten Branchen weltweit und ist für rund 10 % der globalen CO₂-Emissionen verantwortlich. Die EU hat Textilien als Prioritätskategorie für die Einführung des Digitalen Produktpasses (DPP) identifiziert.

Wenn Sie Kleidung, Schuhe, Accessoires oder Heimtextilien in der EU verkaufen, werden DPPs für Ihre Produkte voraussichtlich ab 2026 oder 2027 verpflichtend.

Was muss ein Textil-DPP enthalten?

Die EU-Anforderungen für Textil-DPPs sind besonders umfangreich. Ein konformer DPP muss folgende Informationen enthalten:

Faserkomposition

  • Vollständige Materialaufschlüsselung (z. B. 60 % Bio-Baumwolle, 35 % recyceltes Polyester, 5 % Elastan)
  • Anteil recycelter Materialien
  • Faserherkunft (soweit möglich)

Herstellungsinformationen

  • Produktionsland
  • Herstellername und -adresse
  • Produktionsdatum oder Chargennummer

Umweltauswirkungen

  • CO₂-Fußabdruck (kg CO₂e pro Kleidungsstück)
  • Wasserverbrauch bei der Produktion
  • Verwendete chemische Behandlungen
  • Färbe- und Veredelungsprozesse

Zertifizierungen

Häufige Textilzertifizierungen, die im DPP angegeben werden sollten:

  • GOTS (Global Organic Textile Standard)
  • OEKO-TEX Standard 100 (auf Schadstoffe geprüft)
  • Bluesign (verantwortungsvolles Chemikalienmanagement)
  • Fair Trade-Zertifizierung
  • Recycled Claim Standard (RCS)

Pflege und End-of-Life

  • Waschanleitung
  • Reparaturhinweise
  • Recyclingfähigkeit
  • Rücknahme- oder Recyclingprogramme

Die EU-Textilensstrategie

Die EU-Strategie für nachhaltige und kreislauffähige Textilien (2022) setzt ehrgeizige Ziele:

  • Bis 2030 müssen Textilprodukte auf dem EU-Markt langlebig, reparierbar und recycelbar sein
  • Fast Fashion soll durch Preissignale und erweiterte Herstellerverantwortung eingedämmt werden
  • DPPs sind ein zentrales Instrument zur Erreichung dieser Ziele

Praktische Schritte für Textilhändler

Schritt 1: Lieferkette analysieren

Kartieren Sie Ihre gesamte Lieferkette – von der Rohstoffbeschaffung bis zum fertigen Produkt.

Schritt 2: Faserzertifikate einholen

Fordern Sie von Ihren Stofflieferanten Faserzusammensetzungszertifikate an.

Schritt 3: CO₂-Fußabdruck berechnen

Arbeiten Sie mit Ihren Lieferanten oder einem Berechnungstool zusammen, um den CO₂-Fußabdruck jedes Produkts zu ermitteln.

Schritt 4: DPP mit AuraDPP erstellen

Das Textil-Template von AuraDPP enthält alle erforderlichen Felder für Textilprodukte und macht die DPP-Erstellung schnell und präzise.

Schritt 5: QR-Codes anbringen

Drucken Sie QR-Codes auf:

  • Pflegeetiketten (eingenäht in Kleidungsstücke)
  • Anhänger
  • Verpackung

Der Business Case für Textil-DPPs

Über die Compliance hinaus bieten DPPs echte Geschäftsvorteile:

  • Verbrauchervertrauen: Transparente Nachhaltigkeitsdaten stärken die Markenglaubwürdigkeit
  • Premium-Positionierung: Verifizierte Nachhaltigkeitsaussagen rechtfertigen höhere Preise
  • Handelspartnerschaften: Große Einzelhändler fordern zunehmend Nachhaltigkeitsdokumentation

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